Onlineshop-Agentur: Was sie leistet und wie du die richtige findest
Ein Onlineshop ist kein Designprojekt — er ist ein Wachstumssystem. Dieser Ratgeber zeigt dir, was eine gute Onlineshop-Agentur leistet, worauf du bei der Auswahl achten solltest und mit welchen Preisen du rechnen musst. Basierend auf 13 Jahren Erfahrung und 150+ Shop-Projekten im DACH-Raum.

Kurze Antwort
Was macht eine Onlineshop-Agentur?
Eine Onlineshop-Agentur plant, baut und optimiert E-Commerce-Systeme. Sie begleitet den gesamten Lifecycle — von der Wahl des passenden Shopsystems über Design, Migration und technische Umsetzung bis zu SEO, Conversion-Optimierung und laufendem Wachstum. Gute Agenturen sind Technologie- und Strategie-Partner, keine reinen Umsetzer.
Der Unterschied zu einer klassischen Webagentur: Onlineshop-Agenturen verstehen die wirtschaftliche Seite — Checkout-Psychologie, Zahlungsanbieter, rechtliche Anforderungen und wie ein Shop tatsächlich zu Umsatz wird.
Welche Leistungen eine Onlineshop-Agentur abdeckt
Der Begriff „Onlineshop-Agentur“ ist breit gefasst. In der Praxis unterscheiden sich die Anbieter deutlich: Einige konzentrieren sich nur auf Shop-Setups, andere decken den gesamten E-Commerce-Lifecycle ab. Die sechs folgenden Leistungsbereiche sind typisch für eine vollwertige Agentur.
Besonders wichtig: Eine gute Agentur begleitet dich auch nach dem Launch. Ein Shop ist kein fertiges Produkt, sondern ein System, das kontinuierlich besser oder schlechter wird — siehe unser Ratgeber zum Onlineshop-Relaunch.
Shopsystem-Beratung & Plattform-Auswahl
Plattform-neutrale Empfehlung: Shopify, Shopware, WooCommerce oder Adobe Commerce — welches System passt zu deinem Geschäftsmodell, Budget und Wachstumsplan?
Shop-Setup & Custom-Design
Aufbau eines neuen Onlineshops mit Design, das zur Marke passt und auf Conversion optimiert ist — nicht nur schön, sondern verkaufsstark.
Plattform-Migration
Umzug von Shopware, Magento, WooCommerce oder Legacy-Systemen auf ein modernes Shopsystem — inklusive Daten, SEO-Schutzkonzept und Test-Strategie.
SEO & Performance
Technisches SEO, Core Web Vitals, strukturierte Daten und Content-Strategie — damit dein Onlineshop organisch gefunden wird.
Conversion-Optimierung
Datengetriebene Optimierung von Produktseiten, Checkout und User Experience für höhere Kaufraten — mit A/B-Testing und heute auch KI-gestützter Personalisierung.
Laufende Betreuung & Wachstum
Strategische Begleitung statt Projekt-Ende. Performance-Monitoring, App-Integrationen, neue Funktionen und kontinuierliche Weiterentwicklung.
Welches Shopsystem passt zu dir?
Die Plattformwahl prägt dein Projekt über Jahre. Eine gute Onlineshop-Agentur berät hier ehrlich — und nicht nach dem System, bei dem sie die höchste Provision bekommt. Drei Systeme decken 90% der Anwendungsfälle im DACH-Raum ab:
Shopify
Empfehlung für die meisten KMUCloud-SaaS mit erstklassigem Checkout und großer App-Landschaft. Planbare monatliche Kosten, schnelle Time-to-Market, ideal für Markenshops und wachsende B2C- wie B2B-Unternehmen.
Shopware
Stark bei komplexem B2BSelf-hosted (oder PaaS) mit tiefer B2B-Funktionalität. Lohnt sich für Unternehmen mit komplexen Preislisten, Kundengruppen und individuellen Prozessen — aber mit höherem Eigen- und Hostingaufwand.
WooCommerce
Sinnvoll nur in SpezialfällenWordPress-Plugin. Auf den ersten Blick „kostenlos“, aber Hosting, Plugins, Sicherheits-Updates und Wartung summieren sich schnell. Nur sinnvoll, wenn du ohnehin tief in WordPress zuhause bist und einen überschaubaren Shop betreibst.
Eine strukturierte Gegenüberstellung findest du im Shopsystem-Vergleich 2026.
So findest du die richtige Onlineshop-Agentur
Der Markt ist voll von Agenturen, die E-Commerce anbieten. Die Qualitätsunterschiede sind enorm — und sie zeigen sich meistens erst nach Projektstart. Diese sechs Kriterien helfen dir, Spreu von Weizen zu trennen:
Spezialisierung auf E-Commerce
Nicht jede Webagentur ist eine Onlineshop-Agentur. Eine Shop-Agentur versteht die wirtschaftliche Seite: Checkout-Psychologie, Zahlungslogik, DSGVO, Preisangabenverordnung, Versandlogistik. Generalisten bauen Websites, Spezialisten bauen verkaufende Shops.
Nachweisbare Plattform-Expertise
Frag nach Partner-Status (Shopify Partner, Shopware Business Partner, Adobe Solution Partner) und echten Projekt-Case-Studies auf der jeweiligen Plattform. Logos allein reichen nicht — lass dir konkrete Referenzen zeigen und sprich idealerweise direkt mit früheren Kunden.
Referenzen im DACH-Raum
Eine Agentur mit deutschsprachigem Fokus kennt die rechtlichen Anforderungen (DSGVO, Impressumspflicht, Preisangabenverordnung, Verpackungsgesetz), die relevanten Zahlungsanbieter (PayPal, Klarna, SEPA) und kulturelle Besonderheiten der Käufer.
Technische Tiefe
Die richtige Agentur kann mehr als Themes installieren. Sie versteht APIs, Headless-Setups, Custom-App-Entwicklung und die Integration von Drittsystemen (ERP, PIM, CRM, Logistik). Frag gezielt nach Custom-Entwicklungen — echte Experten haben welche vorzuweisen.
Strategie statt nur Umsetzung
Die besten Agenturen denken mit. Sie hinterfragen Anforderungen, schlagen bessere Lösungen vor und haben den ROI im Blick — nicht nur den Stundensatz. Ein guter Partner sagt auch mal „Das brauchst du nicht, spar dir das Geld“ — das ist das Zeichen für Vertrauenswürdigkeit.
KI-Kompetenz als Zukunftskriterium
2026 ist KI kein Nice-to-have mehr. Eine zukunftsfähige Onlineshop-Agentur setzt KI produktiv ein — für Content-Erstellung, Conversion-Optimierung, Personalisierung und AI Search Optimization. Frag konkret: Welche KI-Tools nutzt die Agentur intern? Antwortet sie vage, ist sie noch nicht so weit.
Agentur-Modelle im Vergleich: Boutique, Mittelstand, Konzern
Nicht jede Agentur passt zu jedem Projekt. Größe, Stack-Tiefe und Pricing-Modell unterscheiden sich deutlich. Diese vier Modelle decken den Markt ab. Die richtige Wahl hängt von Projektgröße, Budget und gewünschter Spezialisierung ab.
Boutique-Agenturen (3–10 Personen)
80–150 €/hSpezialisten mit hoher fachlicher Tiefe, meist auf eine oder zwei Plattformen fokussiert. Direkter Draht zu den Köpfen, kurze Entscheidungswege, wenig Overhead. Ideal für Shopify- oder Shopware-Projekte zwischen 5.000 und 50.000 Euro. Beispiel-Charakter: Greenblut, latori, eshop-guide.
Mittelständische Agenturen (10–50 Personen)
100–180 €/hBreiteres Stack-Spektrum, eigene Disziplinen-Teams (Dev, Design, SEO, Performance), formalisierte Prozesse. Stark bei Multi-System-Projekten oder Plattform-Migrationen im Bereich 30.000 bis 150.000 Euro. Bei Bedarf liest sich das im Detail in unserem Ratgeber zu Shopify-Migrationskosten.
Konzern-Agenturen und Beratungen (50+ Personen)
150–280 €/hStrategie plus Implementierung in einem Haus. Eigene PMO-Strukturen, dokumentierte Methodik, Skalierungsfähigkeit. Sinnvoll für Enterprise-Migrationen ab 100.000 Euro, internationale Rollouts und Multi-Marken-Setups. Mehr Overhead, dafür Risiko-Absicherung und vertragliche Tiefe.
Freelancer
60–120 €/hGut für punktuelle Specs, klar umrissene Theme-Customizations oder kurze Sprints. Risiko: Wartung, Skalierbarkeit und Vertretung im Krankheitsfall. Bei längeren Engagements oder kritischen Shops besser eine Agentur als Backup im Hintergrund.
Faustregel: Projektgröße bestimmt das Modell. Unter 50.000 Euro ist Boutique meist die richtige Wahl, zwischen 50.000 und 150.000 Euro Mittelstand, darüber Konzern oder Beratung.
Was bekommst du jeweils, was sind die Risiken?
Boutique (3 bis 15 Personen)
Was du bekommst: Direkter Kontakt zum Senior, schnelle Entscheidungen, weniger Bürokratie, Senior-Skill in der täglichen Umsetzung.
Risiko: Kapazitäts-Engpässe bei Krankheit oder parallelen Projekten, weniger Spezialisierung in Randthemen wie Compliance oder Enterprise-Integrationen.
Mittelstand (15 bis 50 Personen)
Was du bekommst: Spezialisierte Rollen (Designer, Developer, PM, SEO-Spezialist), planbare Verfügbarkeit, etablierte Prozesse mit dokumentierten QA-Gates.
Risiko: Senior-Beratung im Sales, Junior-Ausführung im Projekt. Frag im Erstgespräch konkret, wer im Tagesgeschäft an deinem Shop arbeitet.
Konzern (50+ Personen)
Was du bekommst: Volle Spezialisierung, Compliance-Kompetenz, Enterprise-Integrationen mit ERP, PIM, OMS, vertragliche Tiefe und Risiko-Absicherung.
Risiko: Hohe Kosten, langsame Reaktionszeiten, Account-Manager als Schnittstelle statt direkter Kontakt zum Umsetzungs-Team.
Welches Modell für welchen Shop?
- Shop-Umsatz unter 1 Mio EUR: Boutique
- 1 bis 10 Mio EUR: Mittelstand
- 10+ Mio EUR: Mittelstand bis Konzern, abhängig von Komplexität (Multi-Brand, Multi-Country, ERP-Integrationen)
Stundensätze 2026 in der DACH-Region
Stundensätze schwanken je nach Rolle, Erfahrung und Spezialisierung. Die folgenden Werte spiegeln den DACH-Markt 2026 wider und basieren auf offen kommunizierten Agentur-Preisen sowie Marktbeobachtung. Sie helfen dir, ein realistisches Angebot von einem überteuerten zu unterscheiden.
| Rolle | Stundensatz DACH 2026 |
|---|---|
| Junior-Entwickler | 70–100 €/h |
| Senior-Entwickler | 120–180 €/h |
| Shopify Plus Spezialist | 140–220 €/h |
| Strategie und Consulting | 180–300 €/h |
| Projektmanagement | 90–140 €/h |
| KI- und AI-Engineering | 150–250 €/h |
| Designer (UI/UX) | 100–160 €/h |
KI- und AI-Engineering ist die jüngste Kategorie und entsprechend hoch bezahlt. Wer 2026 KI produktiv im Shop einsetzt, bezahlt für Spezialisten, die in zwei verschiedenen Welten zuhause sind: E-Commerce und LLM-Integration.
Wichtig: Pauschalpreise für klar geschnittene Projekte sind oft ehrlicher als reine Stundensätze. Sie zwingen die Agentur zu sauberer Aufwandsschätzung und schützen dich vor offenen Rechnungen. Ein guter Mix aus Pauschalprojekt und Stundenkontingent für Erweiterungen funktioniert in der Praxis am besten. Mehr Details zu typischen Shop-Investitionen im Ratgeber Shopify Kosten 2026.
Stundensätze nach Agentur-Typ
Die Tabelle oben zeigt Stundensätze nach Rolle. Genauso wichtig ist der Blick auf den Agentur-Typ. Diese Werte spiegeln Greenblut-Empirie aus 150+ Projekten und offen kommunizierte Marktpreise:
| Agentur-Typ | Stundensatz |
|---|---|
| Solo-Freelancer / Side-Projekt | 80–130 EUR/h |
| Boutique-Agentur (3–15 Personen) | 120–180 EUR/h |
| Mittelstand-Agentur (15–50 Personen) | 150–220 EUR/h |
| Konzern-Agentur (50+ Personen) | 200–300 EUR/h, Enterprise teils 350+ |
| Offshore (Indien, Osteuropa) | 35–80 EUR/h |
Niedrige Stundensätze bedeuten oft mehr Stunden für das gleiche Ergebnis. Hohe Sätze bedeuten meist Senior-Skill, weniger Iterationen und schnellere Time-to-Value. Die Frage ist nicht, was eine Stunde kostet, sondern was eine Story-Point oder ein Sprint kostet.
Offshore-Modelle scheitern in DACH-Projekten oft an drei Punkten: Sprache (deutschsprachiger Checkout-Text, rechtliche Texte), Zeitzone (Sync-Calls werden mühsam) und kulturelle Unterschiede bei UI/UX-Erwartungen (DACH-Kunden ticken anders als US- oder asiatische Käufer). Wer Offshore wählt, braucht ein starkes internes Tech-Lead, das jeden Build-Output reviewt. Sonst wird der Stundensatz-Vorteil durch Korrekturschleifen aufgefressen.
Vertragsmodelle und ihre Tücken
Wie du mit einer Agentur abrechnest, entscheidet über Risiko-Verteilung, Flexibilität und Konflikt-Potenzial. Vier Modelle dominieren den DACH-Markt. Keines ist universell besser, jedes hat seinen Platz.
Festpreis
Vorteil: Klar planbar, Budget steht fest, Risiko liegt bei der Agentur.
Tücke: Bei Scope-Änderungen wird teuer nachverhandelt. Festpreise enthalten oft Pufferpreise von 15 bis 30 Prozent für Unsicherheiten.
Geeignet für: Klar abgegrenzte Migrationen mit definiertem Discovery-Output, Theme-Setups, klar geschnittene Custom-Apps.
Time-and-Material (T&M)
Vorteil: Maximal flexibel, kein Pufferpreis, schnelle Pivots möglich.
Tücke: Budget-Risiko liegt komplett beim Kunden. Ohne klare Reporting-Disziplin der Agentur entstehen Überraschungen am Monatsende.
Geeignet für: Discovery-Phasen selbst, laufende Optimierung, Innovations-Sprints mit unklarem End-Scope.
Retainer
Vorteil: Monatliche Pauschale, planbar, schnelle Reaktion auf neue Anforderungen, gewachsenes Team-Wissen.
Tücke: Bindung an einen Anbieter. Nicht genutzte Stunden verfallen oft, ungenutzte Kapazität muss aktiv abgerufen werden.
Geeignet für: Conversion-Optimierung, SEO, kleinere Anpassungen, App-Wartung, AI-CRO-Programme.
Erfolgsbasiert
Vorteil: Agentur und Kunde haben das gleiche Ziel, kein Vorab-Risiko für den Kunden.
Tücke: Selten in Reinform umgesetzt. Streit entsteht häufig bei der Definition der Messlatte (Conversion-Rate vor Saisoneffekten? Welche Attribution? Welche Kontrollgruppe?).
Geeignet für: Teilbereiche wie CRO-Bonus auf Conversion-Steigerung, nicht für ganze Migrationen.
Praxis-Tipp aus 150+ Projekten
Migration als Festpreis (klar abgegrenzt nach Discovery), laufende Optimierung als Retainer (planbares Monatsbudget), technische Sondereinsätze als T&M (z.B. ERP-Anbindung mit unklarer Komplexität). Diese Trennung schützt beide Seiten und verhindert die häufigsten Konflikte.
Der Auswahl-Prozess in sieben Schritten
Ein strukturierter Auswahl-Prozess senkt das Risiko einer Fehlentscheidung deutlich. Diese Reihenfolge hat sich in Beschaffungsprojekten bewährt und funktioniert vom kleinen Theme-Setup bis zur Plus-Migration.
Internes Briefing schreiben
Bevor du extern fragst, klär intern: Ziele für die nächsten 12 Monate, Budget-Rahmen, Plattform-Präferenzen, Timeline, Must-haves und Nice-to-haves. Ein zweiseitiges Briefing reicht. Ohne dieses Fundament bekommst du Angebote, die du nicht vergleichen kannst.
Longlist mit 3–5 Agenturen erstellen
Quellen: offizielle Plattform-Partner-Verzeichnisse (Shopify Experts, Shopware Partners, Adobe Solution Partners), Branchen-Empfehlungen, sichtbare Case Studies aus deinem Segment. Vorsicht bei reinen Vergleichsportalen: Dort steht meist, wer am meisten zahlt, oben.
Erstgespräche (30–45 Minuten Discovery)
Im ersten Call geht es um Passung, nicht um Detail-Specs. Fragen: Wie wurde ein vergleichbares Projekt umgesetzt? Welche typischen Stolpersteine sehen sie? Wer würde konkret im Projekt arbeiten? Achte auf konkrete Antworten statt Marketingfolien.
Shortlist auf 2–3 Agenturen reduzieren
Frag bei den Favoriten ein detailliertes Angebot an. Pauschal oder Stundenkontingent, mit klaren Meilensteinen, definierten Liefergegenständen und einem realistischen Zeitplan. Vergleiche Strukturen, nicht nur Endsummen.
Referenz-Calls mit Bestandskunden
Lass dir zwei aktuelle Kunden nennen und sprich direkt mit ihnen. Fragen: Wurde der Zeitplan eingehalten? Wie wird mit Change Requests umgegangen? Wie war die Kommunikation in stressigen Phasen? Wer den Call ablehnt, hat etwas zu verbergen.
Vertragsdetails klären
Vor der Unterschrift: Eigentum am Code (gehört dem Kunden, nicht der Agentur), Wartungs-SLAs, Exit-Strategie, IP-Rechte, Datenhoheit, Haftung bei Datenverlust, Reaktionszeiten. Eine seriöse Agentur hat darauf klare Antworten.
Pilot-Phase einplanen
Wenn möglich: ein kleines Test-Projekt vor dem Großauftrag. Das kann ein Audit, ein definierter Optimierungs-Sprint oder eine Theme-Anpassung sein. Pilot-Phasen senken Risiko massiv und zeigen die wahre Arbeitsweise einer Agentur unter realen Bedingungen.
Wer diesen Prozess konsequent durchläuft, trifft eine deutlich bessere Entscheidung als bei der Wahl nach Bauchgefühl. Bei größeren Vorhaben lohnt zusätzlich eine externe Begleitung der Auswahl, etwa über eine Wachstumsberatung oder eine vorgeschaltete Migrationsstrategie aus dem Service Shopify-Migration.
Red Flags bei der Agentur-Auswahl
Sieben Warnsignale, die du in Erstgesprächen, Angeboten oder Verträgen achtsam wahrnehmen solltest. Eines davon ist kein Showstopper, mehrere zusammen schon.
Garantierte SEO-Rankings
Niemand kann Top-Positionen garantieren. Wer es trotzdem verspricht, hat entweder Black-Hat-Methoden im Plan oder verkauft heiße Luft. Beides willst du nicht.
Festpreise ohne Discovery
Wer dir nach 30 Minuten Telefonat einen Festpreis für ein größeres Projekt nennt, hat entweder einen riesigen Risiko-Aufschlag eingebaut oder wird mitten im Projekt nachverhandeln. Saubere Festpreise brauchen Discovery.
Nur eine Plattform-Empfehlung ohne Bedarfsanalyse
Wenn die Agentur Shopify, Shopware oder WooCommerce empfiehlt, bevor sie deinen Use Case verstanden hat, verkauft sie ihr Standard-Produkt, nicht deine beste Lösung.
Keine eigenen Referenzen oder Fallstudien
Eine seriöse Agentur kann dir mindestens fünf Live-Shops zeigen, die sie umgesetzt hat. Plus zwei bis drei dokumentierte Case Studies mit Vorher-Nachher-Zahlen. Wer nur Logo-Slides hat, hat die Projekte nicht gemacht.
Eigentum am Code bleibt bei der Agentur
Theme, Custom-Apps und Integrations-Code müssen dir gehören. Wenn die Agentur den Code nur lizenziert oder an eigene Server bindet, wirst du in Geiselhaft genommen. Lass das vor Vertragsunterschrift schriftlich klären.
Verträge ohne Exit-Klausel
Geordnete Trennung muss möglich sein, ohne dass dein Shop offline geht oder Daten verloren gehen. Eine faire Exit-Klausel regelt Code-Übergabe, Daten-Export, Login-Transfer und Kündigungsfristen. Fehlt das, ist das ein klares No-Go.
Sales-Bonus über Beratungsehrlichkeit
Wenn du im Erstgespräch hauptsächlich Verkaufsdruck spürst, statt eine ehrliche Einschätzung zu bekommen, geht es nicht um dein Projekt. Eine gute Agentur sagt dir auch mal ab oder rät zu einer kleineren Lösung.
„Wir machen alles“
Wenn die Agentur jeden Stack, jede Plattform und jede Disziplin abdeckt, fehlt der Fokus. „Wir machen alles“ heißt in der Praxis meistens „mittelmäßig in allem“. Spezialisten gewinnen gegen Generalisten in fast jedem E-Commerce-Projekt.
Keine kritischen Rückfragen im Erstgespräch
Eine Agentur, die im ersten Call nicht hinterfragt, dir nicht widerspricht und alles abnickt, was du sagst, will den Auftrag und nicht das beste Ergebnis. Gute Berater stellen unbequeme Fragen, bevor sie ein Angebot schreiben.
Keine Test-Phase oder Discovery-Sprint angeboten
Bei Projekten ab 30.000 Euro ist ein bezahlter Discovery-Sprint vor dem Hauptauftrag Standard. Wer den Hauptvertrag ohne Pilotphase will, übernimmt entweder zu viel Risiko oder hat Angst, dass der Auftrag bei Discovery wegbricht.
Keine konkrete Aussage zu Tools, Prozess und Verantwortlichkeiten
Eine seriöse Agentur kann auf Nachfrage erklären: Wer ist Lead-Dev? Welches Issue-Tracking? Wie läuft Code-Review? Welcher Staging-Prozess? Vage Antworten („machen wir individuell“) bedeuten meist, dass es keinen Prozess gibt.
Was du DICH SELBST fragen solltest
Die meisten Agentur-Projekte scheitern nicht an der Agentur, sondern an unklaren Erwartungen auf Kundenseite. Bevor du das nächste Erstgespräch führst, beantworte dir vier Fragen schriftlich:
- 1.Welches messbare Ziel hat das Projekt nach 6 Monaten? (Umsatz, Conversion-Rate, organische Sichtbarkeit, AOV, Retention.)
- 2.Wer im eigenen Team ist Ansprechpartner für die Agentur und hat Entscheidungsbefugnis? (Ohne klaren Single-Point-of-Contact werden Projekte langsam.)
- 3.Wie viel Budget steht für die Stabilize-Phase und die ersten 6 Monate Optimierung nach Launch bereit? (Faustregel: 30 bis 50 Prozent des Implementierungs-Budgets.)
- 4.Hast du klare Vorstellungen zu Plattform und Tech-Stack, oder ist das offen? (Beides ist legitim, beides braucht eine andere Discovery-Tiefe.)
Was kostet eine Onlineshop-Agentur?
Die Kosten hängen stark vom Projektumfang und vom gewählten Shopsystem ab. Die folgende Übersicht ist eine realistische Orientierung aus unserer Projekterfahrung im DACH-Markt — Stand 2026:
| Leistung | Preisbereich |
|---|---|
| Neuer Shop (Standard-Theme) | 3.000–8.000 EUR |
| Neuer Shop (Custom-Design) | 8.000–25.000 EUR |
| Plattform-Migration | 10.000–35.000 EUR |
| Enterprise-Setup (Shopify Plus / Shopware 6) | 25.000–60.000+ EUR |
| Laufende Betreuung | 1.000–5.000 EUR/Monat |
| Conversion-Optimierung | 2.000–8.000 EUR/Monat |
Zusätzlich zu den Projektkosten kommen die laufenden System-Gebühren. Eine detaillierte Aufschlüsselung findest du in unseren Ratgebern Shopify Kosten 2026 und Was kostet eine Shopify-Migration?
Greenblut: KI-Onlineshop-Agentur aus Freiburg
Greenblut ist eine spezialisierte Onlineshop-Agentur aus Freiburg im Breisgau und die erste KI-basierte E-Commerce-Agentur im DACH-Raum. Seit 2013 haben wir über 150 Shop-Projekte umgesetzt — von Shop-Setups über komplexe Migrationen bis hin zu KI-gestützter Conversion-Optimierung.
Unser Schwerpunkt liegt auf Shopify und Shopify Plus — weil diese Systeme für die meisten KMU im DACH-Raum die beste Balance aus Geschwindigkeit, Kosten und Flexibilität bieten. Wir beraten aber plattform-neutral: Wenn Shopify nicht zu dir passt, sagen wir das — und empfehlen, was tatsächlich funktioniert.
Was Greenblut anders macht
Häufig gestellte Fragen
Was kostet eine Onlineshop-Agentur?
Die Kosten hängen stark vom Projektumfang ab. Ein neuer Onlineshop mit Standard-Theme beginnt bei ca. 3.000–8.000 Euro. Ein individuell gestalteter Shop liegt bei 8.000–25.000 Euro, eine vollständige Plattform-Migration bei 10.000–35.000 Euro. Enterprise-Projekte auf Shopify Plus oder Adobe Commerce können 50.000 Euro und mehr kosten. Laufende Betreuung bewegt sich zwischen 1.000 und 5.000 Euro pro Monat.
Welches Shopsystem sollte meine Onlineshop-Agentur nutzen?
Für die meisten KMU im DACH-Raum ist Shopify die sinnvollste Wahl: schnelle Time-to-Market, planbare Kosten, erstklassiger Checkout und eine große App-Landschaft. Shopware bietet tiefe B2B-Funktionalität für Unternehmen mit komplexen Anforderungen. WooCommerce lohnt sich nur, wenn du ohnehin auf WordPress setzt und einen sehr kleinen Shop betreibst. Eine gute Agentur berät plattform-neutral und empfiehlt, was zu deinem Geschäftsmodell passt, nicht zu ihrem Vertriebsinteresse.
Wie finde ich die richtige Onlineshop-Agentur?
Achte auf fünf Punkte: (1) Nachweisbare Erfahrung mit deinem gewünschten Shopsystem, idealerweise mit Partner-Status (Shopify Partner, Shopware Business Partner). (2) Referenzen und Case Studies aus deiner Branche im DACH-Raum. (3) Technische Tiefe: kann die Agentur auch Custom-Apps, API-Integrationen und Headless-Setups? (4) Transparente Prozesse, klare Zeitpläne, ehrliche Kommunikation bei Problemen. (5) KI-Kompetenz als Zukunftskriterium: welche KI-Tools setzt die Agentur selbst produktiv ein?
Was ist der Unterschied zwischen einer Onlineshop-Agentur und einer Webagentur?
Eine klassische Webagentur baut Websites, oft auf WordPress, ohne tiefes E-Commerce-Know-how. Eine Onlineshop-Agentur ist auf Shop-Systeme spezialisiert und versteht die wirtschaftliche Seite: Conversion-Optimierung, Checkout-Logik, Zahlungsanbieter, DSGVO, Preisangabenverordnung, Logistik-Integrationen und SEO für Produktkataloge. Wenn du einen Shop willst, der verkauft und nicht nur existiert, ist eine spezialisierte Onlineshop-Agentur der richtige Partner.
Wie lange dauert der Aufbau eines Onlineshops mit Agentur?
Ein Shop mit Standard-Theme ist in 3–6 Wochen live. Custom-Design und komplexere Anforderungen brauchen 6–12 Wochen. Eine Migration von einem bestehenden Shopsystem dauert 8–16 Wochen, abhängig von Datenmenge, SEO-Anforderungen und technischer Komplexität. Enterprise-Projekte auf Shopify Plus oder Shopware 6 können 10–20 Wochen in Anspruch nehmen.
Brauche ich eine Onlineshop-Agentur mit KI-Expertise?
2026 ist KI-Kompetenz ein entscheidendes Auswahlkriterium. KI-gestützte Agenturen erstellen Produktbeschreibungen 90% schneller, optimieren Conversion-Raten automatisiert und machen deinen Shop für KI-Suchmaschinen wie ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews sichtbar. Frag potenzielle Agenturen gezielt, welche KI-Tools sie produktiv einsetzen, nicht welche sie aus der Werbung kennen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Boutique- und einer Konzern-Agentur?
Boutique-Agenturen mit 3–10 Personen bringen hohe fachliche Tiefe in einem klar abgegrenzten Stack mit, typischerweise Shopify oder Shopware. Stundensätze liegen bei 80–150 Euro. Konzern-Agenturen und größere Beratungen ab 50 Personen bieten Strategie plus Implementierung über mehrere Plattformen, mit Stundensätzen von 150–280 Euro. Für KMU-Projekte unter 50.000 Euro sind Boutique-Agenturen meist effizienter, weil weniger Overhead und direktere Kommunikation. Konzerne lohnen sich erst ab Enterprise-Migrationen oder Multi-Marken-Setups.
Wie viel sollte eine Onlineshop-Agentur 2026 pro Stunde kosten?
Die DACH-Stundensätze 2026 liegen je nach Rolle bei: Junior-Entwickler 70–100 Euro, Senior-Entwickler 120–180 Euro, Shopify Plus Spezialist 140–220 Euro, Strategie und Consulting 180–300 Euro, Projektmanagement 90–140 Euro, KI-Engineering 150–250 Euro, UI/UX-Design 100–160 Euro. Pauschalpreise für klar geschnittene Projekte sind oft transparenter und für Kunden kalkulierbarer als reine Stundensätze.
Was tun, wenn meine Agentur nicht liefert?
Erst dokumentieren, dann eskalieren. Halte verbindliche Meilensteine, vereinbarte Liefertermine und konkrete Mängel schriftlich fest. Such das Gespräch mit dem Account-Lead und der Geschäftsführung. Klärt einen realistischen Recovery-Plan mit klaren Deadlines. Wenn das nicht greift: Vertrag prüfen, Code- und Daten-Eigentum sichern, geordneten Übergang zu einer neuen Agentur planen. Eine seriöse Agentur unterstützt einen sauberen Hand-over, auch wenn das Projekt schwierig endet.
Wie wichtig ist Shopify Partner Status bei der Auswahl?
Wichtig, aber kein Alleinstellungsmerkmal. Shopify Partner bedeutet, dass die Agentur Zugang zu Partner-Tools, Beta-Programmen und direktem Support hat. Shopify Plus Partner ist die höhere Stufe und an aktive Plus-Projekte gekoppelt, also ein echtes Qualitätssignal für komplexere Migrationen. Entscheidender als das Logo: Anzahl umgesetzter Shopify-Projekte, sichtbare Live-Shops, Reviews im Shopify-Experts-Verzeichnis. Ein Partner-Status ohne Referenzen sagt wenig aus.
Festpreis, Time-and-Material oder Retainer: Was ist das richtige Vertragsmodell?
Das hängt vom Projekttyp ab. Festpreis funktioniert bei klar abgegrenzten Migrationen mit definiertem Discovery-Output. Time-and-Material ist sinnvoll für Discovery-Phasen selbst und Innovations-Sprints mit unklarem End-Scope. Retainer passt für laufende Conversion-Optimierung, SEO und kleinere Anpassungen. In der Praxis kombinieren erfahrene Kunden alle drei: Migration als Festpreis, laufende Optimierung als Retainer, technische Sondereinsätze als Time-and-Material. Diese Trennung schützt beide Seiten und verhindert die häufigsten Konflikte.
Lohnen sich Offshore-Agenturen aus Indien oder Osteuropa?
Selten. Offshore-Stundensätze von 35 bis 80 Euro klingen attraktiv, aber DACH-Projekte scheitern oft an drei Punkten: Sprache (deutschsprachiger Checkout-Text, AGB, rechtliche Texte), Zeitzone (Sync-Calls werden mühsam) und kulturellen Unterschieden bei UI/UX-Erwartungen. Wer Offshore wählt, braucht ein starkes internes Tech-Lead, das jeden Build-Output reviewt. Sonst frisst die Korrekturschleife den Stundensatz-Vorteil auf. Für DACH-Shops ist eine Boutique-Agentur in der Regel das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
Was sollte ich mich vor dem ersten Agentur-Gespräch selbst fragen?
Vier Fragen schriftlich beantworten: (1) Welches messbare Ziel hat das Projekt nach 6 Monaten? (2) Wer im eigenen Team ist Ansprechpartner mit Entscheidungsbefugnis? (3) Wie viel Budget steht für Stabilize-Phase und die ersten 6 Monate Optimierung nach Launch bereit (Faustregel: 30–50 Prozent des Implementierungs-Budgets)? (4) Hast du klare Vorstellungen zu Plattform und Tech-Stack oder ist das offen? Wer mit klaren Antworten in das Erstgespräch geht, bekommt deutlich bessere Angebote — und erkennt schwache Berater schneller.
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